Chikungunya, Dengue & Zika in Costa Rica – Update November 2026

07.11.2026

Seit unserer Gesundheitsinfo vom Februar 2026 hat sich die Lage bei Chikungunya deutlich verändert: Aus damals zwei Einzelfällen ist ein regionaler Ausbruch mit knapp 1.000 gemeldeten Fällen geworden, Schwerpunkt Guanacaste. Auch Dengue tritt 2026 häufiger auf als im Vorjahr. Hier finden Sie den aktuellen Stand nach den Zahlen des Ministerio de Salud – und was Sie für Ihre Reise daraus ableiten können.

Chikungunya: aktuelle Lage

Bis Kalenderwoche 41 meldete das Gesundheitsministerium 974 Chikungunya-Fälle, davon 847 per Labortest (PCR) bestätigt. Das Virus zirkulierte in Costa Rica zuvor zuletzt 2017.

Entwicklung 2026:

  • Januar bis Mai: sechs Einzelfälle, überwiegend aus Nicaragua eingeschleppt
  • ab Sommer: Übertragung vor Ort, zunächst in Guanacaste und Alajuela
  • Mitte September: 300 Fälle
  • Ende Oktober: 974 Fälle

Wo die meisten Fälle auftreten: Die Region Chorotega (Guanacaste) meldet rund 59 % aller Fälle. Am stärksten betroffen ist der Kanton La Cruz an der Grenze zu Nicaragua (390 Fälle), gefolgt von Alajuela (114), Carrillo (83), San José (65) und Santa Cruz (59). Lokale Übertragungsherde wurden unter anderem in Tamarindo, Playa Langosta, Huacas, Sardinal, Flamingo und Belén festgestellt – also in beliebten Badeorten an der Nordpazifikküste.

Chikungunya äußert sich vor allem durch hohes Fieber und starke Gelenkschmerzen. Übertragen wird das Virus von tagaktiven Aedes-Mücken, denselben, die auch Dengue und Zika übertragen.

Dengue: mehr Fälle als im Vorjahr

Bis Kalenderwoche 41 wurden 6.285 Dengue-Fälle registriert, 36 % mehr als im gleichen Zeitraum 2025 (4.014). 98 Erkrankte zeigten Warnzeichen und wurden medizinisch eng begleitet.

Die meisten Fälle meldet die Provinz Alajuela (2.724). Die höchste Rate hat der Kanton Orotina an der Strecke vom Zentraltal zur Pazifikküste, die meisten Erkrankten zählt Grecia (704). Auch La Cruz in Guanacaste gehört mit 233 Fällen zu den Schwerpunkten. Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) hat für ganz Zentralamerika regionale Warnungen zu mückenübertragenen Krankheiten herausgegeben.

Zika: weiterhin selten

Für 2026 liegen uns keine Meldungen über eine Zunahme von Zika-Fällen vor; 2025 wurden landesweit 11 Fälle registriert. Für Schwangere und Paare mit Kinderwunsch bleibt Zika dennoch ein Thema für die reisemedizinische Beratung vor der Reise.

Was bedeutet das für Ihre Reise?

Costa Rica bleibt ein hervorragendes Reiseziel – mit konsequentem Mückenschutz reisen Sie gut vorbereitet. Besonders aufmerksam sollten Sie in Guanacaste und im Raum Alajuela/Orotina sein. Laut Wetterdienst IMN setzt die Trockenzeit im Nordpazifik zwischen 3. und 15. November ein, im Zentraltal bis Ende November.

Vor der Abreise:

  • Lassen Sie sich reisemedizinisch beraten, auch zur Frage einer Chikungunya-Impfung.
  • Packen Sie Mückenschutz ein, zum Beispiel NOBITE Körperspray für die Haut und NOBITE Kleiderspray für die Kleidung.

Vor Ort:

  • Tragen Sie tagsüber Repellent – die Aedes-Mücken sind tagaktiv.
  • Lange, helle Kleidung schützt zusätzlich.
  • Schlafen Sie unter Moskitonetz oder in klimatisierten Räumen.
  • Leeren Sie Gefäße mit stehendem Wasser auf Terrasse und Balkon.

Bei Fieber, Gelenkschmerzen oder Hautausschlag während oder nach der Reise suchen Sie bitte ärztlichen Rat und erwähnen Ihren Costa-Rica-Aufenthalt.

Fazit

  • Chikungunya ist 2026 nach Costa Rica zurückgekehrt; Schwerpunkt ist Guanacaste mit den Badeorten der Nordpazifikküste.
  • Dengue tritt häufiger auf als 2025, vor allem in Alajuela, Orotina, Grecia und La Cruz.
  • Zika bleibt selten.
  • Konsequenter Mückenschutz am Tag ist Ihr wirksamster Schutz – dann genießen Sie Costa Ricas Natur entspannt.

Quellen

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