Das Aguti-Wildartenreservat in Monteverde

14.02.2019

Sehr gut ausgebaute Wanderwege erlauben es den Besuchern, die Einzigartigkeit der Fauna und Flora im Aguti-Schutzgebiet auf eigene Faust zu erkunden. Es werden auch Touren mit einem professionellen Guide angeboten sowie spezielle Birding Touren.

Das Aguti-Reservat ist ein magischer Ort im Nebelwaldgebiet Monteverde

Die Aguti Hotel mit seinem 25 Hektar großen privaten Reservat befindet sich in Monteverde, in der Nähe des kleinen Quäker Städtchens Santa Elena.

Sie wurde nach dem scheuen Nagetier Aguit (Dasyprocta) benannt, die häufig im Reservat und in der Umgebung des Hotels beobachtet werden.

Das Grundstück liegt zwischen 1.300 Meter und 1.720 Metern Höhe und bietet viele Möglichkeiten, seinen Blick gleiten zu lassen über den mystischen Nebelwald von Monteverde bis hin zum Golf von Nicoya.

Das Reservat grenzt an den “Regenwald der Kinder”, das Monteverde Reservat und das Santa Elena Reservat sowie andere, private Waldschutzgebiete.

Jose, der Besitzer des Aguti Reservats kauft laufend neue Flächen zu, die derzeit für die Rinderzucht genutzt werden und in Zukunft aufgeforstet und unter Schutz gestellt werden sollen.

Sehr gut ausgebaute Wanderwege erlauben es den Besuchern, die Einzigartigkeit der Fauna und Flora im Aguti-Schutzgebiet auf eigene Faust zu erkunden. Es werden auch Touren mit einem professionellen Guide angeboten sowie spezielle Birding Touren.

Das Wildartenreservat Aguti arbeitet mit der Organisation Pajaro Campana, die nach dem berühmten Nachtkehl-Glockenvogel benannt ist, gemeinsam an Schutzprojekten zum Erhalt bedrohter Tier- und Pflanzenspezies.

Riesige Urwaldbäume und Würgefeigen

Eine Besonderheit des Aguti-Wildartenreservats ist die Fülle von Baumriesen.

Die meisten gehören der Ficus Gattung an, einige von Ihnen haben einen Umfang von 22 Metern und sind fast 40 Meter hoch.

Die Würgefeige ist eine spezielle Ficus Art, die sich als Luftwurzel in den Baumkronen bildet und eigene Wurzeln bildet, sobald sie nach vielen Jahren in Kontakt mit der Erde kommt.

Dann umwachsen Sie über Jahre hinweg den Baum. Im Laufe der Zeit wird der Wirtbaum von der Würgefeige regelrecht stranguliert und stirbt ab.

Um den ausgehöhlten Stamm des Wirtbaums entsteht ein dichtes Geflecht von verholzten Luftwurzeln, deren Stabilität beständig zunimmt und schließlich einen eigenen Stamm bildet.  

Einer der eindrucksvollsten Bäume befindet sich am Wanderweg Los Gigantes Verdes. Am Ende des Trails befindet sich eine mächtiger Tempisque-Baum, eine der bedrohtesten Baumarten con Costa Rica, da er über Jahrzehnte hinweg wegen seines harten und teuren Holzes geschlägert wurde.

Der älteste Baumriese im Schutzgebiet ist über 250 Jahre alt.

Abseits ausgetretener Touristenpfade

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Der endemische Ocotea Monteverdensis (Aguacatillo) Baum

Zu den wichtigsten Projekten des Aguti-Reservats zählst der Schutz des Aguacatillo Baumes.

Es gibt weltweit nur etwa mehr 1.000 Exemplare des Ocotea Monteverdensis, ein Baum der nur in Monteverde wächst.

Der Aguacatillo (Ocotea) ist endemisch in Monteverde und bedeutend für die Proliferation des Quetzal Vogel und anderen Vogelspezies wie den Hämmerling, den Schwarzen Guan, Fettschwalm und andere.

Die Früchte, in diesem Fall die Nüsse (auch wegen ihres Aussehens oft “Mini-Avocados” genannt), sind die bevorzugte Nahrungsquelle der Vögel und von großer Bedeutung für ihr Überleben.

Der Hämmerling zieht in Juni, Juli und August nach Monteverde und jedes dritte Jahr trägt der Baum die Lieblingsfrüchte der beliebten Glockenvogel-Art.

Der Aguacatillo wächst in den verbliebenen Waldstücken, viele Plätze sind noch nicht geschützt und benötigen zur Reproduktion ein spezielles Klima, Licht und Bodenverhältnisse.

Nur etwa 600 Bäume haben im niederen Höhengürtel von Monteverde überlebt.

Im Aguti-Reservat herrschen optimale Klima, Feuchtigkeits- und Bodenverhältnisse und es nimmt als Schutzprojekt eine Pionierrolle ein.

Die Bedeutung des Schutzes wird noch augenscheinlicher durch die Tatsache, dass der Baum erst nach 25 Jahre die ersten Früchte bekommt und danach nur alle drei Jahre Früchte trägt.

Unter diesem Gesichtspunkt bekommt die Bedeutung um den Schutz und Erhalt dieser Baumspezies eine noch viel höhere Priorität zu.

Bis dato wurden im Aguti Reservat 500 junge Bäume gepflanzt. Die Bäume werden von Biologen laufend beobachtet und vermessen, um mehr über den Wachstum und die bevorzugten Umweltbedingungen zu erfahren.

Frösche und andere geschützte Tierarten im Aguti-Reservat

Das Reservat ist ebenso ein Schutzgebiet für seltene Froscharten.

Der Besitzer Jose und seine Familie sind enthusiastische Naturschützer. Früher war Jose Manager in einer Bank in Monteverde und hat sich schließlich für seine Leidenschaft entschieden, die er bereits als Kind entwickelte: die Liebe zur Natur, im Besonderen zu Fröschen.

Die Amphibien sind zunehmend bedroht, aufgrund des Verlustes von Lebensraum und der Zunahme von schädlichen Pilzen.

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Ulrich G. Roth, Ihr Reiseberater – 38 Jahre Costa Rica-Erfahrung.
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Das Aguti Reservat hat einige Teiche angelegt, die natürlich bewässert werden und eine perfekte Lebensgrundlage für die Reproduktion von Fröschen bietet.

Im Aguti Reservat leben auch Säugetiere wie der Puma, Ozelots und die etwas kleinere Langschwanzkatze (Margay), Wieselkatze (Jagarundi), Tapire, Wild, Halsbandpekaris (Nabelschweine) sowie viele Amphibien, Reptilien, Vögel und Insekten.

Ein Puma wurde sogar einmal am Parkplatz des Reservats und der Lodge gesichtet – ein sehr gutes Zeichen für das gesunde, ökologische Gleichgewicht im Reservat.

Das Wildarten Schutzgebiet Aguti mit seinen 30 Hektaren Waldfläche grenzt an den 90.000 Hektar großen, durchgehend bewaldeten Regenwald der Kinder und bietet damit dem Jaguar die Weitläufigkeit, die er als Lebensraum benötigt.

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michael-siegfried-sales-pura-vida-travel-costa-ricaEin Artikel von Michael Siegfried

Micha wurde in Costa Rica von Schweizer Eltern geboren und hat dort Nachhaltigen Tourismus studiert.

Seine Leidenschaft für ökologische Fincas und authentische, abgelegene Gebiete machen ihn zu einem Spezialisten für den Tourismus abseits der klassischen Routen. Er erklärt Ihnen auch die Stationen, Fahrstrecke und Aktivitäten am Anfang Ihrer Naturerlebnisreise.

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