Füttern Sie in Costa Rica bitte keine Affen!

11.01.2018 Dr. Jennifer Rice, Wissenschaftlerin und Präsidentin der Schutzorganisation, nennt 10 gute Gründe, warum Besucher das Füttern von Affen unbedingt unterlassen sollen...

Zehn Gründe das Füttern von wildlebenden Affen zu unterlassen

Arenal-Oasis_BruellaffeWährend Brüllaffen, Klammeraffen oder das kleine Totenkopfäffchen meist nur aus der Distanz beobachtet werden können, zeigt das Weißkopf Kapuzineräffchen weniger Scheu vor Menschen.

lirio_lodge_reservat_weiskopfkapuzineraffeBesonders in Nationalparks, die täglich von zahlreichen Touristen besucht werden, wie der Nationalpark Cahuita oder der Nationalpark Manuel Antonio, stehen die Chancen sehr hoch, dass Sie einem Äffchen sehr nahe kommen.

Mangroventour-AffenDie kleinen, frechen Kapuzineräffchen wagen sich auch gerne an Rucksäcken oder anderen persönlichen Gegenständen heran.

lagarta-lodge-affe01Im Nationalpark Manuel Antonio, an der costaricanischen Zentralpazifik Küste, startete im Jahr 1999 die Organisation KSTR “Kids saving the Rainforest”, die sich den Schutz des Ökosystems und der Wildtiere verschrieben hat.

Dr. Jennifer Rice, Wissenschaftlerin und Präsidentin der Schutzorganisation, nennt 10 gute Gründe, warum Besucher das Füttern von Affen unbedingt unterlassen sollen:


  1. Affen sind extrem anfällig für Krankheiten, insbesondere durch Übertragung von Bakterien auf der menschlichen Hand. Im schlimmsten Fall können Affen an den Folgen sterben.
  2. Bei “Affen-Wanderungen” zu Orten, die von Menschen frequentiert werden, laufen die Tiere Gefahr von einem Auto erfasst oder von einem Hund attackiert zu werden.
  3. Ungeeignetes Futter kann beim Affen ein aggressivem Verhalten gegenüber Menschen oder anderen Spezies auslösen.
  4. Dass Bananen die Lieblingsnahrung der Affen sind, ist ein Ammenmärchen! Bananen, insbesondere solche, die mit Pestiziden beladen sind, können sich negativ auf das sensible Verdauungssystem der Affen auswirken und Zahnprobleme verursachen.
  5. Die Abhängigkeit von Menschen beeinträchtigt den natürlichen Überlebensinstinkt der Affen.
  6. Fütterungen schaffen zudem ein schädliches Ungleichgewicht, da die natürlichen Nahrungsquellen der Affen wild wachsende Früchte, Samen, kleine Tiere und Insekten sind.
  7. Der Kontakt mit Menschen begünstigt Wilddieberei und den illegalen Handel mit Wildtieren.
  8. Trächtige Weibchen, die während ihrer Schwangerschaft ausschließlich mit Bananen gefüttert werden, können keine gesunden Jungen zur Welt bringen. Die Affenbabys sind unterernährt oder sterben noch im Mutterleib.
  9. Damit die physische Gesundheit der Affen gewährleistet bleibt, müssen Affen täglich durchschnittlich 17 Kilometer zurücklegen. Wird ihnen jedoch an einem bestimmten Ort wiederholt Futter angeboten, verlassen sie das Gebiet nicht.
  10. Durch das Füttern und den direkten Kontakt übertragen wir nicht nur Krankheiten an die Affen, sondern auch wir können Krankheitserreger von ihnen aufnehmen.

lagarta-lodge-affe03Nicuesa_Bruellaffe“Affen realisieren die Gefahren durch Fütterungen nicht, sie sind uns ausgeliefert”, warnt Dr. Rice nachdrücklich, und bittet alle Besucher der Nationalparks in Costa Rica sich an das Fütterungsverbot von Wildtieren zu halten.


colibri

christine-maria-dietz-autorin-pura-vida-travel-costa-ricaEin Artikel von Christine Maria Dietz.

Die Wienerin lebt seit 1999 in Costa Rica.

Neben Übersetzungstätigkeiten für das Staatliche Tourismusinstitut (ICT) schrieb Sie für lokale englischsprachige Zeitung Tico Times in San José eine Kolumne und Artikel mit Schwerpunkt Ökologie, Kulinarik und sozialen Themen. Seit 2011 ist sie für Pura Vida Travel als Administratorin, Übersetzerin und Autorin tätig.


Im Costa Rica Blog von Pura Vida Travel finden Sie interessante Berichte und Anregungen für Ihre Costa Rica Reise, außerdem lesen Sie dort die Rückmeldungen unserer Kunden.

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Affen

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Wo kann man in Costa Rica am besten Affen beobachten ?

Costa Rica ist die Heimat von vier verschiedenen Affenarten: Brüllaffen, Totenkopfäffchen, Weißkopf Kapuziner Affen und Spinnen- oder Klammerschwanzaffen.

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Die vier Affenarten im Corcovado-Nationalpark in Costa Rica

Das Schutzgebiet umfasst 25 bis 30 Ökosysteme, in denen Jaguare, Pumas, Bergschweine und Tapire sowie die vier in Costa Rica vorkommenden Affenarten beheimatet sind: Totenkopfäffchen, Kapuzineräffchen, Brüllaffen und Klammeraffen.

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Die Vielfalt der Tiere in Costa Rica ist groß, den Besucher erwartet eine große Auswahl an Amphibien, Reptilien, Vögel, Insekten und etwa 220 Säugetierarten. Mit mehr als 160 Schutzgebieten, darunter biologische Reservate, Wildarten Refugien und 26 staatlich geschützte Nationalparks, nimmt Costa Rica eine bedeutende Rolle in Bezug auf den Artenschutz ein.

Wir zeigen Ihnen Costa Rica fernab vom Massentourismus

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