Faultiere in Costa Rica

15.02.2021 In Costa Rica gibt es zwei Arten von Faultieren: das Zweizehenfaultier (Choleopus hoffmani) und das Dreizehenfaultier (Barypus variegatus).

Das Faultier ist die Ikone von Costa Rica…

Ähnlich wie der Koala in Australien erweckt dieses schöne und eigentümliche Säugetier das Interesse aller Besucher Costa Ricas.

Die Zartheit seines Aussehens, die langsamen Bewegungen und seine Eigenheiten haben dieses kuriose Tier in der ganzen Welt berühmt gemacht.

Zweifelslos ist Costa Rica das Land, in dem es nicht nur einfach ist, “el perezoso” zu Gesicht zu bekommen, sondern es ist auch der Ort, an dem alle Menschen gelernt haben, das Tier zu schützen.

Arten und Merkmale

In Costa Rica gibt es zwei Arten von Faultieren: das Zweizehenfaultier (Choleopus hoffmani) und das Dreizehenfaultier (Barypus variegatus).

Faultiere zeichnen sich – wie ihr Name verheisst – durch ihre langsame Fortbewegung aus. Sie verbringen die meiste Zeit in Baumkronen, dort versorgen sie sich auch – vor Raubtieren ungestört – mit Nahrung und Wasser.

Normalerweise findet man das Dreizehenfaultier (Barypus variegatus) in niedrigen Höhenlagen oder in der Nähe der Küste (Cahuita, Corcovado, etc.).

Das Zweizehenfaultier (Choleopus hoffmani) wohnt an höher gelegenen, kälteren Orten. Aber beide sind weit verbreitet in Costa Rica.

Das Faultier wählt Bäume danach aus, ob sie seine Bedürfnisse befriedigen können: es muss über ihn möglichst nah an den Boden gelangen sowie Nahrung und Wasser vom Baum bekommen. Üblicherweise entscheidet es sich für Yos (Sapium laurifolium) und Guarumo (eine Art Pionierbaum) deren Blätter sehr nahrhaft sind; sie wachsen auf beiden Seiten Costa Ricas.

Wo kann man Faultiere in Costa Rica sehen?

Faultiere trifft man ziemlich häufig in den verschiedenen Gebieten des Landes.

Sowohl die Arten der tropischen Regenwaldgebiete der Karibik (Tortuguero, Barra de Pacuare, Cahuita, Puerto Viejo und Sarapiqui), des Südpazifiks (Osa-Halbinsel, Corcovado, Golfo Dulce, Uvita, Ojochal und Manuel Antonio) und der Nordregion (Boca Tapada, La Fortuna, El Zota) sowie in höheren Lagen, wie San Gerardo de Dota, San Gerardo de Rivas, Las Tablas und San Vito, Monteverde sowie andere Nebelwaldgebiete in der Nähe des Zentraltals und der Talamanca-Bergkette sowie den Hänge des Vulkans Arenal und des Vulkans Tenorio.

Und wie kann man sie sehen?

Da Faultiere ausgesprochen inaktiv sind und die meiste Zeit ihres Lebens keine Bewegung machen, ist es wichtig, in den Baumkronen genau hinzuschauen und nach einem dunklen Fleck Ausschau zu halten, der normalerweise oval oder rund ist.

Manchmal verwechselt man sie mit einem großen Vogel- oder Termitennest. Aber mit Hilfe eines Fernglases oder eines Teleskops können Sie leicht feststellen, ob es sich um ein Faultier handelt oder nicht, da das gelblich-braune Fell, die dichte Behaarung, die markanten Flecken und die Form des Gesichts wirklich unverwechselbar sind.

Die Besonderheiten des Faultiers

Man sieht die Tiere häufig beim Überqueren einer vielbefahrenen Straße und es ist üblich, daß das erste Auto anhält und dem Tier hilft über die Straße zu kommen.

Dazu wird das Tier am Fell auf dem Rücken gepackt und vorsichtig in die Richtung getragen werden, in die es sich bewegt hat.

Obwohl Faultiere passive Vegetarier sind, können sie sich im Verteidigungsfall mit ihren großen und kräftigen Krallen sehr gut wehren und dabei fiese Wunden verursachen.

Eine weitere Besonderheit des Faultiers ist, dass es nur zum Defäkieren auf den Boden geht, um seinen “Wohnsitz” nicht zu verunreinigen. Dies ist dann der entscheidende Moment, in dem sie von Raubtieren, darunter Kojoten, Seekühen, Pumas und Jaguaren, angegriffen werden können.

Eine weitere Gelegenheit, bei der sie von ihren Bäumen herunterkommen, ist, wenn sie sich einen anderen Baum suchen müssen, da ihr bisheriges Zuhause nicht mehr die genügend Blätter oder Wasser bietet.

Zu ihren wichtigsten Fressfeinden gehören Pumas, die bis in die Baumkronen klettern, aber auch große Adler wie der Schopfadler oder z.B. die Harpyie.


colibri michael-siegfried-sales-pura-vida-travel-costa-ricaEin Artikel von Michael Siegfried Micha wurde in Costa Rica von Schweizer Eltern geboren und hat dort Nachhaltigen Tourismus studiert. Seine Leidenschaft für ökologische Fincas und authentische, abgelegene Gebiete machen ihn zu einem Spezialisten für den Tourismus abseits der klassischen Routen. Sie können Micha als Ihren Reiseberater und Reiseleiter für die Planung Ihrer Rundreise und dann per WhatsApp als Reiseleiter für Ihre Zeit in Costa Rica buchen. Mehr über Micha und sein Angebot als Reiseberater und Reiseleiter in Costa Rica

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